Nach Bundesland

So verteilen sich die 5.129 Gemeinden auf die Bundesländer.

BundeslandGemeindendavon im Gebietunter 500 m
Bayern1.033100418
Rheinland-Pfalz1.00260344
Baden-Württemberg98247497
Schleswig-Holstein3411579
Nordrhein-Westfalen28531124
Thüringen28423103
Niedersachsen27528100
Sachsen26412115
Hessen1823087
Brandenburg1542066
Mecklenburg-Vorpommern1522672
Sachsen-Anhalt122946
Saarland52220
Hamburg100

Länder vergleichen sich hier nur bedingt. Jedes Land meldet nach eigener Methodik. Deutlichstes Beispiel: Niedersachsen führt 77 % aller Flussüberflutungsflächen Deutschlands und taucht in der Meeresschicht praktisch nicht auf — es ordnet seine Küstenüberflutung offenbar den Flüssen zu, während Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sie getrennt melden. Ein hoher Wert bedeutet also nicht zwangsläufig mehr Gefahr, sondern kann eine andere Meldepraxis sein.

Warum die Entfernung zählt, nicht nur „drin oder draußen“

Ein Überschwemmungsgebiet ist ein schmales Band entlang des Gewässers. Ein Ortsmittelpunkt liegt deshalb fast nie darin — bundesweit trifft das auf 403 Gemeinden zu. Aussagekräftig ist die Entfernung: bei 2.071 Gemeinden beginnt die HQ100-Fläche weniger als 500 Meter vom Ortsmittelpunkt, bei 5.129 weniger als zwei Kilometer.

Für ein einzelnes Grundstück entscheidet das wenig — ein Haus dreihundert Meter vom Ortskern kann im Gebiet liegen, während der Ortskern selbst trocken bleibt. Die Zahl sagt, wie nah das Thema ist, nicht ob Ihr Keller vollläuft.

Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde, Überflutungsflächen-DE, 3. Zyklus 2022–2027 der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (2007/60/EG), Szenario HQ100. 610.512 Flächen ausgewertet. Datenlizenz Deutschland – Namensnennung. Aufbereitung vom 2026-08-13.